LANGE WEILE

Raum: verfügbar, gewohnt. Seine Funktion: die eigene Überwindung. Permanentes „hier“, Welt ohne „dort“.

Und dann: Distanz.
Distanz erobert Raum. Orte getrennt, das Pendeln dazwischen unmöglich. Verboten.

In kleinen Radien um den Erhalt von Lebensritualen zirkeln. Gefangen.

Erzwungener Stillstand.
Raumwechsel: Den Blick nach innen wenden, im Innehalten das Entstehen eines weiteren Raums. Der Blick auf das Außen, versehen mit der Folie der Sehnsucht, verwandelt sich.

Das Eigentliche:
Vielleicht ist der Raum in unserem Inneren der viel größere. Und vielleicht ist der Weg dorthin immer vom Gefühl der Sehnsucht begleitet. Vielleicht ist Sehnsucht gar kein Gefühl, das es zu stillen gilt, sondern vielmehr zu hüten.

Beim Erwachen finde ich mich gebettet zwischen Berggipfel.
Mein Schreibtisch ist das Meer,
über mir hängt wie ein Lampion der Mond.
Der Hunger treibt mich ins ewige Eis.

 


 


 

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